Die Plastik aus Chromnickelstahl zählt mit einer Höhe von über
10 Metern und einer Länge von 12 Metern und einem Gewicht von über
10 Tonnen zu den monumentalsten Kunstwerken im öffentlichen Raum
der Stadt Wien. Als Siegerprojekt eines geladenen Wettbewerbs wurde die
Skulptur in viermonatiger Bauzeit in Kooperation mit der Firma Waagner
Biró mit großer technischer Perfektion hergestellt und im
Oktober 1997 auf dem Vorplatz des von Architekt Wilhelm Holzbauer entworfenen
Geldzentrums der Oesterreichischen Nationalbank errichtet.
Architekt Professor Wilhelm Holzbauer: „Florian Schaumberger hat
für den Vorplatz des neuen Gebäudes der Nationalbank eine Skulptur
geschaffen, die nach meinem Verständnis in idealer Weise das Bauwerk
komplementiert. Die expressive Dynamik dieser Arbeit konnte schon im Wettbewerbsentwurf
überzeugen- das ausgeführte Werk besticht nun auch durch die
Präzision der Ausführung. Diese Plastik ist ein exemplarisches
und vorbildhaftes Beispiel, wie öffentlicher Raum durch ein künstlerisches
Werk bereichert werden kann."
Architekt Professor Gustav Peichl: „Stadtbildpflege und Freiraumgestaltung
zählen zu den vornehmsten Aufgaben der bildenden Kunst. Die Stadt
Wien hat in den letzten Jahren im urbanen Bereich wesentliche Beiträge
zum Thema geliefert. Eine der hervorragenden und architektonisch beachtenswerten
Skulpturen in einem Freiraum ist die Skulptur des Wiener Künstlers
Florian Schaumberger. Das Erscheinungsbild und die Sensibilität der
Form sowie das Material der Skulptur geben dem Vorplatz vor dem neuen
Druckereigebäude der Oesterreichischen Nationalbank eine besondere
und sehr individuelle Note. Möge die Arbeit von Florian Schaumberger
vorbildliche Impulse auf die urbane Wiener Stadtlandschaft geben."
Direktor der AlbertinaWien, Dr. Klaus Albrecht Schröder: „Schaumbergers
monumentale Skulptur ist mit Stahl in die Luft gezeichnet. Sie hat eine
klar definierte Schauseite, ist nicht rundansichtig. Ihre Ansicht ist
das Profil: einem Scherenschnitt gleich. Als Silhouette setzt die Skulptur
ihre fragile Leichtigkeit der Statik des kubischen Bauwerks Holzbauers
entgegen: der geschlossenen Form die offene. Das polierte Metall reflektiert
die Sonne. Das verleiht der an sich schweren Arbeit den Charakter einer
Lichtskulptur. Sie wächst von unten nach oben, ohne ihren Kulminationspunkt
in luftiger Höhe je zu erreichen. Die vitale Kraft des Futurismus
prägt den Grundton der Stahlskulptur: Der aber ist hoch und hell,
nicht tief und dunkel."
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